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Am 31.03. sind sowohl die Entgelttarifverträge der Sparda-Gruppe als auch der der Sparda-Berlin ausgelaufen.
Bei der Sparda-Berlin konnte am 15.04.2026 in nur drei eng aufeinanderfolgenden Verhandlungsterminen ein Entgeltabschluss mit ver.di erzielt werden. Damit wurde deutlich, dass schnelle und gemeinsame Lösungen möglich sind.
Angesichts steigender Energie- und Spritkosten, der Besorgnis über eine wachsende Inflation, sowie einer unsicheren wirtschaftlichen Lage in Deutschland und weltweit besteht ein hoher Bedarf an Planungssicherheit. Die Sparda-Berlin hat dies erkannt: Wir sitzen alle im selben Boot.

Verhandlungen brauchen zwei Seiten – eine, die fordert, und eine, die etwas anbietet.
Ramona Kugler | Sparda- Bank Südwest
Sparda-Verband: 94 Tage Stillstand
Mit dem Sparda-Verband konnten wir wiederum nach dem Auftakt am 20. März keine weiteren Termine bis zum 22. Juni verabreden.
Das bedeutet:
94 Tage ohne Verhandlung.
94 Tage ohne Angebot.
94 Tage Unsicherheit für die Beschäftigten.
Zeit, die genutzt werden könnte, um Lösungen zu schaffen – oder verstreichen kann, ohne Ergebnis.
Ergebnis Sparda-Bank Berlin
- 4 % zum 01.04.2026
- 3 % zum 01.04.2027
- 1000€ netto pro Kopf
- 1 freier zusätzlicher Tag für demokratisches Engagement (ver.di) oder gegen Krebs
Raus aus dem Tretboot und ran an den Tisch.
Jetzt kommt es auf die nächsten Termine an. Die Gespräche am 22. und 29. Juni in Frankfurt werden entscheidend sein. Sollte es dort kein verlässliches Angebot geben, droht eine weitere Verzögerung.
Dabei ist klar:
Die Erhöhung der Sparda-Berlin von 4 % ab 01.04. gleicht die erwartete Inflation 2026 gerade so aus. Wenn es, wie zu befürchten ist, mit dem Verband erst zum 01.07.26 eine Gehaltserhöhung geben wird, muss sie höher ausfallen.
Die Themen der Tarifrunde im Überblick
- 6% mehr Gehalt bei einer Laufzeit von 12 Monaten, mindestens aber 300 Euro/brutto
- für Vollzeitkräfte
- 100 Euro/Monat mehr für die Auszubildenden + vollständige Kostenübernahme D-Ticket + Einführung Entgelts vierte Ausbildungsjahr
Zusätzlich möchte die Tarifkommission über nachfolgende Themen mit demArbeitgeberverband sprechen und macht sie zu Bedingungen eines Gesamtpakets:
- Einen zusätzlichen freien Tag für von den Krankenkassen empfohlene Vorsorgeuntersuchungen
- Absenkung der Wochenarbeitszeit auf 38 Stunden/Woche + Verhandlungsverpflichtung zur weiteren
- Absenkung mit dem Ziel der 35-Stunden-Woche
- Die Möglichkeit, statt einer Reduzierung auf 38-Stunden auch fünf zusätzliche Urlaubstage zu wählen
- Die Einführung bezuschusster Altersteilzeit oder von Vorruhestand
- tariflich verbindliche Einführung von Entgeltumwandlung für Urlaubskauf

Wer monatelang wartet, zeigt: Die Anliegen der Kolleg:innen haben keine Priorität.
Marco Puttlitz | Sparda- Bank Hamburg
Lasst uns jetzt gemeinsam Stärke zeigen: Organisiert euch, werdet Gewerkschaftsmitglied und macht deutlich, das wir mehr verdienen!
MIT DIR können wir gemeinsam mehr erreichen!
Euer ver.di-Verhandlungsteam
Sabine Havemann (Sparda-Hamburg), Dirk Sievers (Sparda-Hannover), Michael Hattemer (Sparda-Südwest) Mike Koriath (Sparda- Ostbayern), Frank Gärtner (Sparda-Bawü) und für ver.di Stefan Wittmann, Laura Rasche, Alexandra Luerssen