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Arbeitgeber unterbrechen Verhandlungen
Frankfurt – Am 22. Juni 2026 fand endlich die zweite Verhandlungsrunde für die Sparda-Banken statt. Zur Erinnerung: Es geht um die Gehaltserhöhungen seit dem 1.April diesen Jahres. Der Verband hatte seit dem 20.März leider keinen früheren Termin, um über die Entgelte der Beschäftigten zu sprechen. Als Antwort auf unsere Forderungen haben wir folgendes Angebot erhalten:
Angebot Arbeitgeberverband
Azubis: 100 Euro pro Monat
April bis Juni: Einmalzahlung 250 Euro
Ab 1.7.26: 2,75%
Ab 1.7.27: 2,5%
Laufzeit: 24 Monate (31.3.28)
Zur Einordnung
Bei einer prognostizierten Inflation von 3 % für 2026 und einer Prognose für 2027 zwischen 2,6 und 3 % bieten uns die Arbeitgeber (durch die Erhöhung ab dem 1.7.) für das jeweilige Kalenderjahr noch nicht einmal die Hälfte der Inflation als Gehaltssteigerung an. Im Ergebnis drücken die Sparda-Banken ihre Wertschätzung für die Belegschaften mit Reallohnverlusten aus.
Unser Gesprächsangebot zu einer Arbeitszeitreduzierung ist aus Sicht des Verbandes nicht verhandelbar und über einen Sockelbetrag haben wir leider auch nicht gesprochen.
Die Arbeitgeber haben die Verhandlungen heute unterbrochen, um uns “Zeit zum Nachdenken zu geben”. Am 29.Juni will man dann erneut mit uns in Frankfurt zusammen treffen, um über einen Abschluss zu beraten. Unser Problem ist allerdings, dass zum jetzigen Zeitpunkt kein besseres Angebot zu erwarten ist.
Wir haben also jetzt die Wahl: Entweder wir akzeptieren einen Reallohnverlust für die nächsten beiden Jahre und schultern die Folgen der verschiedenen Krisen komplett selbst, während unsere Institute gute Gewinne einfahren. Oder wir fordern Respekt und Anerkennung für unsere Leistung! Denn die Erfolge der Sparda-Banken werden durch die Beschäftigten erwirtschaftet und nicht durch Vorstände deren Gehälter selbstverständlich weiter wachsen.
Um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen, müssen wir klarmachen, dass es hier nicht um die Wunschvorstellungen einiger Gewerkschaftsfunktionäre geht, sondern um die berechtigten Anforderungen der Belegschaften an einen perspektivischen Arbeitsplatz.
Themen im Überblick
- 6% mehr Gehalt bei einer Laufzeit von 12 Monaten, mindestens aber 300 Euro/brutto für Vollzeitkräfte
- 100 Euro/Monat mehr für die Auszubildenden, da zu die vollständige Kostenübernahme für das D-Ticket sowie die Einführung eines Entgelts für das vierte Ausbildungsjahr
Zusätzlich möchte die Tarifkommission über nachfolgende Themen mit dem Arbeitgeberverband sprechen:
- Einen zusätzlichen freien Tag für von den Krankenkassen empfohlene Vorsorgeuntersuchungen
- Die Absenkung der Wochenarbeits- zeit auf 38 Stunden/Woche und eine Verhandlungsverpflichtung zur weiteren Absenkung der Wochenarbeitszeit mit dem Ziel der 35-Stunden-Woche
- Die Möglichkeit, statt einer Reduzierung auf 38-Stunden auch fünf zusätzliche Urlaubstage zu wählen
- Drei zusätzliche freie Tage für ver.di Mitglieder
- Die tariflich verbindliche Einführung von Entgeltumwandlung für Urlaubskauf
Geld allein ist keine Motivation, aber sinkende Reallöhne sind ganz sicher demotivierend.
Jetzt gilt es:
#MitDir treten wir an, zeigen gemeinsam Gesicht, machen unsere Forderungen in den Betrieben sichtbar und machen den Arbeitgebern klar: Wir sind mehr wert!
Eure Tarifkommission der Sparda-Gruppe



