FAQ Tarifrunde Sparda-Banken
Die Tarifrunde 2026 betrifft die Beschäftigten der Sparda-Banken. Die elf Sparda Banken in Deutschland haben mit ver.di zwei verschiedene Tarifverträge.
Zum einen gibt es den gerade modernisierten und komplett überarbeiteten Haustarifvertrag mit der Sparda Berlin. Mehr zum Manteltarifvertrag 2026 bei der. Sparda-Bank Berlin
Und dann gibt es den Tarifvertrag für die Sparda-Gruppe, in der sich die zehn anderen Banken zusammengeschlossen haben und gemeinsam einen Tarifvertrag mit ver.di verhandeln. Diesen werden wir ab März im Entgelt wieder neu verhandeln. Mehr zu den Forderungen für die Gehaltsrunde 2026
Die Bankenbranche befindet sich im starken Wandel. Und das wirkt sich direkt auf den Arbeitsalltag aus: Kostendruck, Digitalisierung, neue Vorschriften, Filialschließungen und Personalabbau führen bei vielen Beschäftigten zu steigender Belastung. Gleichzeitig werden Regelungen zu Homeoffice und mobilem Arbeiten immer weiter eingeschränkt.
Bei den Tarifverhandlungen kommt es darauf an, auf wie viele Mitglieder sich unsere Verhandlungskommission stützen kann: Je mehr Kolleginnen und Kollegen an Tarifaktionen und ggf. Warnstreiks teilnehmen, desto besser ist unsere Verhandlungsposition. Im Umkehrschluss können wir wenig durchsetzen, wenn sich in vielen Sparda-Banken kaum Aktive beteiligen. Hier kannst du Mitglied werden und hier findest du Hinweise, wie du dich aktiv einbringen kannst.
Die Tarifkommission im Tarifbereich der Sparda-Banken hat die Forderungen für die laufende Tarifrunde beschlossen und eine erste Verhandlungsrunde hat bereits stattgefunden, wurde jedoch ohne Ergebnis und ohne Angebot der Arbeitgeberseite beendet.
Ein nächster Verhandlungstermin ist erst für den 22. Juni 2026 angesetzt und liegt damit rund drei Monate nach dem Auftakt der Gespräche. Diese lange Unterbrechung zeigt deutlich, dass von Arbeitgeberseite bislang wenig Bewegung erkennbar ist.
Umso mehr kommt es in der aktuellen Phase auf die Beschäftigten an: Durch sichtbare Beteiligung, klare Unterstützung der Forderungen und gemeinsame Aktionen kann der notwendige Druck aufgebaut werden, damit die Arbeitgeber in den kommenden Verhandlungen ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen.

Eine Gewerkschaft ist nur so stark, wie sie die Belegschaft im Betrieb macht. Wir sind zuversichtlich, mit den motivierten Mitgliedern in den Sparda-Banken gute Ergebnisse zu erzielen. Ab jetzt gilt: Gesicht zeigen für die eigenen Belange!
Stefan Wittmann | ver.di-Verhandlungsführer
Rückblick auf die Tarifrunde 2024
In der Tarifrunde 2024 konnte für die Beschäftigten folgendes Tarifergebnis vereinbart werden:
- zum 1. April 2024 eine Erhöhung der Gehälter um 8 Prozent, mindestens jedoch um 310 Euro
- zum 1. Juni 2025 eine weitere Erhöhung um 4 Prozent, mindestens jedoch um 160 Euro
- Auch die Ausbildungsvergütungen wurden deutlich angehoben:
- zum 1. April 2024 um 130 Euro
- zum 1. Juni 2025 um weitere 80 Euro
- Darüber hinaus wurde vereinbart, im Jahr 2024 ein verstetigtes Modell zur Entgeltumwandlung in Zeit (z. B. zusätzliche freie Tage) zwischen ver.di und dem Arbeitgeberverband Sparda-Banken zu verhandeln.
- Laufzeit des Tarifabschlusses bis zum 31. März 2026.
Zweite Verhandlungsrunde
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STIMMEN AUS DER TARIFRUNDE

©ver.di
Dirk Sievers
Wir Beschäftigte haben für unsere Sparda-Banken eine gute Ertragslage erarbeitet- jetzt steht uns dafür auch mehr Geld und mehr Freizeit zu.

©ver.di
Michael Koriath
Ich persönlich bin sehr enttäuscht über den langen Zeitraum bis zur nächsten Runde und das ohne ein vorgelegtes Angebot.

©ver.di
Marco Puttlitz
Wer monatelang wartet, zeigt: Die Anliegen der Kolleg*innen haben keine Priorität.

©ver.di
Frank Gärtner
Wer Fachkräfte halten will, muss mehr liefern als nur Schweigen. Wir erwarten ein Angebot, das unsere Leistung respektiert!



