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Tarifrunde | Private Banken

Mehr Gehalt. Sichere Perspektiven. Mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

05.10.2026

Ihr, die Beschäftigten der privaten Banken, tragt mit eurer Arbeit und eurem Fachwissen entscheidend zum Erfolg eurer Institute bei. Gleichzeitig belasten höhere Lebenshaltungskosten eure Einkommen, während Digitalisierung und KI die Anforderungen an euch verändern und die Zukunftsperspektiven unsicherer werden. Deshalb verbinden wir unsere Gehaltsforderungen mit konkreten Anliegen für eine sichere Beschäftigung und gute Arbeitsbedingungen. Die ver.di-Tarifkommission hat am 2. Oktober beschlossen:

Icon finanzielle Erhöhung

Unsere Entgeltforderungen lauten:

  • 6 Prozent mehr Gehalt
  • 300 Euro mehr für Nachwuchskräfte
  • Laufzeit 12 Monate

Ihr braucht eine spürbare Gehaltssteigerung, die Kaufkraftverluste ausgleicht und eure Leistung anerkennt. Wir setzen uns außerdem dafür ein, dass das Tarifergebnis auch auf eure Gehälter übertragen wird, wenn ihr übertariflich bezahlt werdet (umgangssprachlich oft AT-Beschäftigte genannt). Denn die Gehaltsentwicklung für übertariflich bezahlte Beschäftigte liegt in den meisten Instituten seit Jahren deutlich unter der Gehaltsentwicklung für Tarifbeschäftigte.

Als Auszubildende und dual Studierende müsst ihr steigende Kosten für Wohnen, Mobilität und euren Lebensunterhalt bewältigen. Deshalb setzen wir uns gemeinsam mit euch für eine deutlich höhere Vergütung ein, die eure finanzielle Eigenständigkeit stärkt und die Ausbildung und das duale Studium in der Bankenbranche attraktiver macht.

ver.di-Streikende mit "Wir sind es wert!"-Schild

©ver.di

Die aktuelle Preisentwicklung zeigt, warum ihr spürbar mehr Gehalt braucht: Im September lag die Inflationsrate nach vorläufigen Zahlen bei 3,3 Prozent, nach 2,9 Prozent im August. Haupttreiber sind die Energiepreise, die gegenüber dem Vorjahr um 14,9 Prozent gestiegen sind. Besonders die Preise für Kraftstoffe und auch für Gas und Öl zum betreiben von Heizungen belasten die Haushalte.

Jan Duscheck, ver.di-Mitarbeitender
Die steigende Inflation bedroht die Kaufkraft der Beschäftigten. Mit sechs Prozent mehr Gehalt wollen wir diese Verluste ausgleichen und die Beschäftigten angemessen am Erfolg der Banken beteiligen.

Jan Duscheck | ver.di-Verhandlungsführer

Diese weiteren Themen bringen wir in die Verhandlungen ein

Neben einer angemessenen Gehaltsentwicklung geht es darum, unter welchen Bedingungen ihr künftig arbeitet. Der Wandel der Bankenbranche braucht verlässliche Perspektiven, Schutz vor Arbeitsplatzverlust und gute Qualifizierung. Zugleich wollen wir euch mehr Entscheidungsspielraum bei eurer Arbeitszeit ermöglichen und den Beitrag der ver.di-Mitglieder für unsere gemeinsame Tarifarbeit stärker anerkennen. Deshalb bringen wir folgende weitere Themen in die Tarifgespräche ein:

Unbefristete Übernahme in Vollzeit:

Wenn ihr eure Ausbildung oder euer duales Studium erfolgreich abschließt, braucht ihr eine verlässliche berufliche Perspektive. Zugleich sichern sich die Banken damit qualifizierte Nachwuchskräfte, in deren Ausbildung sie investiert haben.

Beschäftigungsschutz und Qualifizierung bei KI und Transformation:

Technologischer Wandel darf nicht einseitig zu euren Lasten gehen. Ein stärkerer Beschäftigungsschutz sowie verbindliche Personal- und Qualifizierungsplanung sollen euch Sicherheit geben und den Zugang zu neuen Aufgaben ermöglichen.

Gehaltsbestandteile in bis zu 20 zusätzliche freie Tage umwandeln:

Eure Lebenssituationen und Bedürfnisse sind unterschiedlich. Mit einer freiwilligen Zeitoption sollt ihr selbst entscheiden können, ob ihr einen Teil eures Gehalts für zusätzliche freie Zeit einsetzen möchtet – etwa für Familie, Erholung oder Weiterbildung.

Bis zu drei Kalendertage krank ohne ärztliches Attest:

Mit Blick auf die derzeitige politische Diskussion wollen wir tariflich absichern, dass ihr bei kurzen Erkrankungen bis zu drei Kalendertage ohne ärztliche Bescheinigung zu Hause bleiben könnt. Das gibt euch Zeit zur Genesung und vermeidet unnötige Arztbesuche.

Tarifliche Vorteile für ver.di-Mitglieder:

Als Mitglieder ermöglicht ihr mit euren Beiträgen und eurem Engagement tarifliche Verbesserungen. Dieser Beitrag soll durch eine Mitgliedervorteilsregelung anerkannt werden.

Gemeinsam die nächsten Schritte gehen

Mit 3.412 Stützunterschriften und 175 neuen Mitgliedern, darunter 70 Nachwuchskräfte, habt ihr im Stärketest gezeigt: Ihr wollt eure Arbeitsbedingungen aktiv mitgestalten und seid bereit, euch dafür einzubringen. Vielen Dank für dieses Engagement! Auf dieser Grundlage haben wir unsere Forderungen beschlossen. Jetzt geht es darum, gemeinsam möglichst viel von unseren Forderungen und Themen am Verhandlungstisch durchzusetzen.

Dafür brauchen wir gerade jetzt euch alle: Sprecht mit euren Kolleg*innen und beteiligt euch an den Aktionen. Je mehr von uns sichtbar hinter unseren gemeinsamen Anliegen stehen, desto mehr können wir gemeinsam durchsetzen.

Wir, die Beschäfdtigten der Privaten Banken, fordern:

6% mehr Lohn & Gehalt und 300 € mehr für Nachwuchskräfte. Wir sind bereit für diese Forderungen zu streiken. MIT DIR!

Wie es jetzt weitergeht

Bereits am 8. Oktober beginnen in Berlin die Tarifverhandlungen. Dort stellen wir der Arbeitgeberseite unsere Forderungen und Themen vor. Wir erwarten, dass die Arbeitgeber mit konkreten eigenen Vorstellungen an den Verhandlungstisch kommen und nicht wie in der Vergangenheit auf Zeit spielen. Zum Ende der Woche informieren wir alle unsere Mitglieder zeitnah über den Verlauf, die Positionen der Arbeitgeber und die nächsten Schritte – alle ver.di-Mitglieder, die sich als Tarifbotschafter*in registriert haben, werden bereits am Abend des Verhandlungstags in einer Videokonferenz über den Verhandlungsverlauf informiert, damit ihr die Informationen direkt in eure Teams und Betriebe weitertragen könnt.

Die Verhandlungstermine im Überblick

8. Oktober 2026 in Berlin
2. November 2026 in Frankfurt am Main
23. November 2026 in Berlin

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