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Tarifrunde | Postbank

Tarifrunde Postbank: Angebot reicht nicht – ver.di weitet Streiks aus

28.05.2026

Poster mit Aufschrift "Warnstreik" an Postbank-Tür

©ver.di

Tarifrunde Postbank 2026: ver.di kündigt weitere Streiks an – Protest vor Hauptversammlung der Deutschen Bank

Nach der zweiten Verhandlungsrunde für die rund 9.000 Beschäftigten der Postbank im Deutsche-Bank-Konzern kündigt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) eine Ausweitung der Warnstreiks in den kommenden Tagen an. Nachdem die Arbeitgeberseite am 18. Mai 2026 in Frankfurt erneut kein aus Sicht von ver.di verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt hatte, wird der Druck nun bundesweit erhöht.

Jan Duscheck, ver.di-Mitarbeitender
Die Beschäftigten haben kein Verständnis dafür, dass von den Rekordgewinnen der Deutschen Bank nur die Aktionäre profitieren sollen, während die Bank in der Tarifrunde einen Reallohnverlust durchdrücken will. Deshalb werden wir die Streiks jetzt ausweiten.

Jan Duscheck | ver.di-Verhandlungsführer für die Postbank-Tarifverträge

Bereits ab Mittwoch (27. Mai 2026) werden erste Operations-Standorte zum Warnstreik aufgerufen und diese Warnstreiks am Donnerstag (28. Mai 2026) ausgeweitet. Ab Donnerstag (28. Mai 2026) und bis Samstag (30. Mai 2026) werden darüber hinaus bundesweit auch die Beschäftigten des Postbank-Filialvertriebs und der Callcenter zu Warnstreiks aufgerufen. Zusätzlich ruft ver.di für den Donnerstag (28. Mai 2026) zu einer Protestdemonstration im Rahmen der Hauptversammlung der Deutschen Bank am Frankfurter Messegelände auf. Beschäftigte der Postbank werden dort ihren Protest gegen die Haltung des Konzerns in der laufenden Tarifrunde sichtbar machen.

Das zuletzt vorgelegte Angebot der Arbeitgeberseite sieht nach drei Nullmonaten eine Erhöhung der Gehälter um 2,4 Prozent ab dem 1. Juli 2026 sowie weitere 2,3 Prozent ein Jahr später vor. ver.di bewertet dies angesichts der hohen Inflation und der wirtschaftlichen Lage des Konzerns als unzureichend.

Die Gewerkschaft fordert in der laufenden Tarifrunde unter anderem eine Erhöhung der Gehälter um acht Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich sowie 200 Euro mehr Ausbildungsvergütung. Darüber hinaus setzt sich die Gewerkschaft für verbindliche Zusagen zur Sicherung von Beschäftigung und Standorten sowie verbindliche Qualifizierungsmaßnahmen im Zuge der fortschreitenden Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Deutsche-Bank-Konzern ein.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 15. Juni 2026 in Frankfurt am Main statt.

Informationen zur Protestdemonstration am Donnerstag, den 28. Mai 2026

Beginn: 9 Uhr auf dem CMF-Vorplatz (zwischen Hotel Maritim und Messeturm),

Ludwig-Erhard-Anlage 1, 60327 Frankfurt am Main.

Für Rückfragen der Redaktionen: Jan Duscheck, Mobil: 0160 6166687.

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