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Verhandlungsergebnis erzielt!
Nach intensiven Verhandlungen haben wir ein Ergebnis für die Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG erreicht. Die ver.di-Tarifkommission empfiehlt den Mitgliedern, das Verhandlungsergebnis anzunehmen.

MEHR GELD AB JULI!
- zum 1. Juli 2026 steigen die monatlichen Gehälter um 175€ und die Ausbildungsvergütungen um 75€
- zum 1. Juli 2027 steigen die Gehälter um weitere 2,9% und die Ausbildungsvergütungen um weitere 75€
- die Laufzeit beträgt 28 Monate und endet am 31. Juli 2028
Wie sind 175€ mehr einzuordnen?
Für Beschäftigte der Postbank Direkt in der Tarifgruppe 3/2 bedeutet das eine prozentuale Erhöhung um 5,75 % und bei der Deutschen Bank AG (ehemals Postbank) in der Tarifgruppe 4/3 eine Erhöhung um 4,51 %.

Das Ergebnis bringt spürbare Einkommensverbesserungen, verlängert den Kündigungsschutz und sichert Standorte in einer Phase großer Umbrüche. Ohne den Druck und das Engagement der Kolleginnen und Kollegen wäre es nicht möglich gewesen.
Timo Heider | stv. KBR-Vorsitzender Deutsche Bank AG
MEHR SICHERHEIT UND PERSPEKTIVE!
Kündigungsschutz bis Ende 2028
Der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen wird bis zum 31. Dezember 2028 verlängert. Damit erhalten die Beschäftigten auch in den kommenden Jahren eine wichtige tarifliche Absicherung.
Standorte bis Juli 2028 gesichert
Für die Standorte im Tarifbereich Postbank / PCC Services gilt eine Standortzusage bis zum 31. Juli 2028. Als zusätzliche Schutzvorkehrung wurde vereinbart: Sollen Standorte ganz oder teilweise geschlossen werden, muss zuvor verpflichtend ein Interessenausgleich mit dem Betriebsrat abgeschlossen werden. Damit werden Standortveränderungen an verbindliche Verhandlungen über die Auswirkungen auf die Beschäftigten und entsprechende Schutzregelungen geknüpft.
Tarifliche Regelung zu künstlicher Intelligenz
Die Tarifvertragsparteien schließen eine Grundlagenvereinbarung zur Qualifizierung und zur Weiterentwicklung der Kompetenzen der Beschäftigten im Zusammenhang mit den Auswirkungen von künstlicher Intelligenz. Damit wird festgehalten: Technologische Veränderungen müssen durch Qualifizierung begleitet werden und dürfen nicht zulasten der Beschäftigten gehen.
Übernahme von Nachwuchskräften
Die bestehenden tariflichen Übernahmeregelungen für Nachwuchskräfte werden für die Jahre 2027 und 2028 verlängert.

Die Beschäftigten haben mit ihrem Engagement, den Warnstreiks und der hohen Beteiligung an der Urabstimmung die Grundlage für dieses Tarifergebnis geschaffen. Ohne diesen gemeinsamen Druck wäre die Einigung nicht möglich gewesen.
Jan Duscheck | ver.di-Verhandlungsführer
WIE GEHT ES NUN WEITER?
Die ver.di-Tarifkommission empfiehlt allen ver.di-Mitgliedern, das Verhandlungsergebnis anzunehmen. Wir gehen deshalb von der laufenden Urabstimmung unmittelbar in die Rückurabstimmung über. Vom 8. Juli 2026 an können alle betroffenen ver.di-Mitglieder über das Verhandlungsergebnis abstimmen. Die Abstimmung endet am 24. Juli 2026 um 12:00 Uhr. Die Einladung zur Urabstimmung erhalten die ver.di-Mitglieder per Mail oder per Post. Das Ergebnis der Rückurabstimmung bildet die Grundlage für die abschließende Entscheidung der ver.di-Tarifkommission.
Fragen zum Verhandlungsergebnis?
Am 8. Juli 2026 gibt es für alle ver.di-Mitglieder die Möglichkeit, vertiefende Fragen zum Verhandlungsergebnis zu stellen. Das ver.di-Team steht dafür um 12:00 Uhr und um 19:00 Uhr jeweils 45 Minuten zur Verfügung. Die Einwahldaten werden gesondert zur Verfügung gestellt.
Jetzt entscheiden die Mitglieder!
Dieses Verhandlungsergebnis war nur möglich, weil viele Kolleginnen und Kollegen mit Aktionen, Warnstreiks und ihrer Beteiligung an der Urabstimmung den notwendigen Druck aufgebaut haben. Jetzt kommt es noch einmal auf euch an: Beteiligt euch an der Rückurabstimmung und entscheidet über das Verhandlungsergebnis!
Euer ver.di-Verhandlungsteam
Susanne Bleidt, Daniela Junk, Kübra Kyei und Ingo Schmitt (Postbank Filialvertrieb AG), Anna Lisa Trompa, Timo Heider, Jacob Schellenberg, Christoph Tölle (Postbank / PCC Services), Lena Achterholt (Nachwuchskräfte), Kevin Voß, Severin Brinkhaus und Jan Duscheck (ver.di)