
©ver.di
ERSTES ARBEITGEBERANGEBOT: DEUTLICH UNZUREICHEND!
JETZT KOMMT ES AUF UNS AN!
Die Tarifrunde 2026 hat begonnen. Am 15. April fand die erste Verhandlungsrunde zwischen den Arbeitgebervertretern der Deutschen Bank und ver.di statt. Zu Beginn der Verhandlungen hat ver.di die Themen der Beschäftigten ausführlich vorgestellt und begründet.
TAUSENDE BESCHÄFTIGTE UNTERSTÜTZEN DIE FORDERUNGEN
Bereits im Vorfeld der ersten Verhandlungsrunde haben tausende Kolleginnen und Kollegen mit ihrer Teilnahme an der Mehrheitspetition ein klares Zeichen gesetzt. Damit wurde deutlich: Die Forderungen der Tarifkommission werden von einer breiten Mehrheit der Beschäftigten getragen.

Unsere Forderungen:
- Erhöhung der Gehälter um 8 %, mindestens jedoch 300€
- Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 200€
Weitere Verhandlungsthemen:
- Beschäftigungs- und Standortsicherung
- Verbindlicher Rechtsanspruch auf Qualifizierung
ARBEITGEBER LEGEN ERSTES ANGEBOT VOR
Die Gehälter sollen in zwei Stufen um jeweils 2% steigen – zum 01.09.2026 und zum 01.09.2027. Die vorgeschlagene Laufzeit soll 30 Monate betragen (01.04.2026 bis 30.09.2028). Damit würden fünf Leermonate entstehen, in denen es keinerlei Erhöhung gibt.
Beim Thema Beschäftigungssicherung signalisierten die Arbeitgeber Gesprächsbereitschaft für eine Verlängerung des Kündigungsschutzes. Eine tarifliche Absicherung der bestehenden Standorte lehnen sie jedoch konsequent ab.
Für Nachwuchskräfte legten die Arbeitgeber kein eigenes Angebot vor. Stattdessen verwiesen sie darauf, künftig ausschließlich den Tarifvertrag Nachwuchskräfte des privaten Bankgewerbes anwenden zu wollen. Das würde anstatt der geforderten 200€ nur 50€ mehr bedeuten. Eine geforderte Ausbildungsquote sowie eine tarifliche Übernahmegarantie lehnten sie ab.

Die Deutsche Bank hat gerade erst ein Rekordergebnis verkündet; da ist es jetzt völlig unverständlich, dass sie ein Gehaltsangebot macht, das nicht einmal ansatzweise die Inflation ausgleicht.
Jan Duscheck | ver.di-Verhandlungsführer
JETZT KOMMT ES AUF UNS AN
Die nächsten Verhandlungsrunden finden am 18. Mai und am 15. Juni, jeweils in Frankfurt am Main statt. Erfahrungen aus den vergangenen Tarifrundenzeigen: Fortschritte in den Verhandlungen entstehen nur dann, wenn deutlich wird, dass die Forderungen von vielen Beschäftigten getragen werden. Die Tarifkommission ist sich deshalb einig: Um Bewegung in die Gespräche zu bringen, wird es in den kommenden Wochen darauf ankommen, dass möglichst viele Kolleginnen und Kollegen ihre Unterstützung sichtbar machen. Über konkrete Aktionen werden wir zeitnah informieren.
TARIFVERTRÄGE FALLEN NICHT VOM HIMMEL.
Sie werden möglich, weil viele Kolleginnen und Kollegen Mitglied in ihrer Gewerkschaft sind, sich engagieren und gemeinsam für ihre Interessen eintreten. Gerade jetzt, zu Beginn der Tarifrunde, kommt es darauf an, dass möglichst viele Beschäftigte hinter unseren Forderungen stehen und die Tarifbewegung unterstützen.

In der aktuellen Situation ein so schwaches Angebot vorzulegen, ist absolut enttäuschend. Die Beschäftigten spüren die anziehende Inflation, nicht nur die Energiekosten steigen. In dieser Zeit fünf Nullmonate anzubieten ist ein Stoß vor den Kopf aller, die die Bank am Laufen halten. Jetzt gilt es zu zeigen, dass wir deutlich mehr erwarten!
Jacob Schellenberg | stv. Vorsitzender Betriebsrat Deutsche Bank Hamburg
Wer noch nicht Mitglied ist: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, Teil dieser Tarifbewegung zu werden und gemeinsam für ein starkes Tarifergebnis einzutreten.
EUER VER.DI-VERHANDLUNGSTEAM
Susanne Bleidt, Daniela Junk, Kübra Kyei und Ingo Schmitt (Postbank Filialvertrieb AG), Anna-Lisa Trompa, Timo Heider, Jacob Schellenberg, Christoph Tölle (Postbank / PCC Services), Lena Achterholt (Nachwuchskräfte), Kevin Voß, Severin Brinkhaus und Jan Duscheck (ver.di)